Asyl-Zuteilungsschlüssel muss sich ändern!

24.10.2014 – 

 

Die Jungen Freien Wähler Oberbayern fordern eine Änderung des Zuteilungsschlüssels von Asylbewerbern. „Es kann nicht sein, dass in Oberbayern Flüchtlinge in Containern und Zeltstädten untergebracht werden und gleichzeitig in den neuen Bundesländern ganze Wohnblöcke leer stehen!", erklärte Markus Erhorn, JFW Bezirksvorsitzender. Derzeit werden die Asylbewerber nach einem strengen Schlüssel verteilt, dieser orientiert sich an der Einwohnerzahl. Dicht besiedelte Gebiete wie zum Beispiel Oberbayern müssen daher deutlich mehr Hilfsbedürftige Menschen aufnehmen als andere Regionen in Deutschland. Bei der Zuteilung werden weder die hohen Mieten noch der vorherrschende Wohnungsmangel im gesamten Münchner Umland berücksichtigt. Aus Sicht der JFW sollten Asylbewerber möglichst in Wohnungen und nicht in Containern untergebracht werden, daher muss der Zuweisungsschlüssel nicht an der Einwohneranzahl sondern am Wohnungsleerstand festgemacht werden. „Regelmäßig werden in den neuen Bundesländern ganze Wohnblöcke abgerissen – diese könnten sinnvoll als Asylbewerberunterkünfte genutzt werden". Damit die betroffenen Kommunen in den neuen Bundesländern keine größeren finanziellen Lasten tragen müssen fordern die Jungen Freien Wähler eine Beteiligung des Bundes an den Kosten. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Sebastian Leiß geht zudem davon aus, dass sich die angespannte Lage am Miet- und Wohnungsmarkt im Großraum München durch den Zustrom von Asylbewerbern weiter verschärfen wird, auch weil Städte und Landkreise zur Unterbringung der Flüchtlinge mittlerweile händeringend private Räume anmieten und damit die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum weiter steigt.