Ganz Oberbayern soll Alarm schlagen

Die Jungen Freien Wähler Oberbayern fordern eine Beteiligung aller oberbayerischen Landkreise und Gemeinden am bayernweiten Sirenenprobealarm im Oktober 2016, um die Bevölkerung für Katastrophenwarneinrichtungen zu sensibilisieren und die Funktionstüchtigkeit der Anlagen zu prüfen.

06.03.2016 – 

Der stellvertretende JFW- Bezirksvorsitzende Sebastian Leiß hat in seiner Funktion als Kreisrat im Landkreis Dachau bereits in einen entsprechenden Antrag das Landratsamt als zuständige Katastrophenschutzbehörde gebeten, alle Kreisgemeinden zu einer Teilnahme aufzurufen und selbst wieder an der Aktion teilzunehmen. Ähnliche Anträge sollen nach Ansicht der JFW möglichst viele Mandatsträger in ihre Gemeinde- und Kreisparlamente einbringen.

„Nur durch eine Sensibilisierung weiß die Bevölkerung, was Sirenenheulen im Ernstfall bedeutet“, erklärt Leiß und kritisiert, dass in den vergangenen Jahren teilweise Sirenen abgebaut wurden oder seit vielen Jahren nicht mehr getestet wurden. „Es ist höchste Zeit, dass ein bayernweiter Probealarm auch tatsächlich landesweit stattfindet.“ Daten des zuständigen Innenministeriums zeigten, dass es beim letzten Probealarm viele weiße Stellen gegeben habe.

JFW-Bezirksvorsitzender Markus Erhorn meint zudem: „Das Thema Katastrophenschutz wurde in den vergangenen Jahren von vielen Kommunen auf die leichte Schulter genommen und Probealarme nicht organisiert“. Damit verschwinde in der öffentlichen Wahrnehmung der Katastrophenschutz. „Damit im Notfall alles funktioniert, muss es Probealarme geben“, sagt Erhorn. Deshalb sei auch die Einführung des Warnsystems „Katwarn“ flächendeckend wünschenswert.